Archive for the ‘Tonträger’ Category

Von Eurodance bis Trentemoller

November 22, 2010

Mit Kooperationen ist es immer so eine Sache. Vermarktungstechnisch mag das sinnvoll erscheinen, doch welche Qualität hat das künstlerische Produkt? Moderat, das sind Apparat (Sascha Ring) und Modeselektor (Sebastian Szary und Gernot Bronsert). Sie haben sich lange Zeit gelassen. Bereits 2002 haben sie sich zusammengefunden, doch die Zusammenarbeit war anstrengend. Es hat nur für eine EP gereicht. Als die Zeit kam, an dem Album zu arbeiten, trennten sie sich plötzlich. Erst 2008 wurde die Arbeit an dem Album wieder aufgenommen, mit Erfolg. Das vorliegende Album ist auf dem Label BPitch Control erschienen, welches von Techno-Mama Ellen Allien gegründet wurde und bis heute geleitet wird.

Beim ersten Track, A New Error, rumpelt es düster im Bassbereich. Klassischer 4-to-the-floor, geradlinig, schnörkellos und druckvoll. Mit viel Punch im Keller erinnert das an Trentemoller. Rusty Nails beginnt rau, schwebend und sphärisch. Das einsetzende Synthesizer-Motiv fügt sich harmonisch ein. Der Track hat im Prinzip die klassische Songstruktur. Hinter handwerklicher Perfektion steckt reiner Pop. Der dritte Track, Seamonkey, wirkt synthetisch, amorph. An den Glitch-Sounds wurde offenbar viel gefeilt. Das klingt recht frisch und macht Spaß beim Zuhören. Gegen Ende drängt sich ein Synthesizer in den Vordergrund, klingt nach aufwändigem Software-Synth. Im vierten Track, Slow Match, wird ein afrikanischer Rap vorgetragen, begleitet von einer druckvollen Bass-Drum. Besonders im unteren Frequenzbereich ist hier viel los. 3 Minutes Of Nasty Silence beginnt  mit Ambient-Flächenklängen, dann gibt es tiefes Gerumpel und Elektro-Kläge dazu. Die verschachtelten Rhythmen klingen recht spannend. Der Track ist auf Steigerung ausgelegt, mit ultra-deepen Baselines sind wir jetzt bei Minimal angekommen. Die Steigerung und breite Fächerung erinnert hier wieder an Trentemoller.

Sick With It beginnt mit einem Elektro-Beat und einem Tribal-Rap. Hier sind wir offensichtlich wieder in den 90ern mit Eurodance a la Dr. Alban. Das kann man ziemlich daneben finden, oder einfach als Zitat abhaken. Der nächste Track beginnt mit Gitarrenklägen. Etwas einfallslos blubbern die Beats vor sich hin, dann kommt ein weichgespültes „Popzitat“ mit Gesang. Das wirkt anbiedernd. Der Vollständigkeit wegen vielleicht kommt noch ein Ausflug in den Acid-Bereich, eine TB-303 stand wohl irgendwo rum. Gitarre? Ja wieder einmal im neunten Track, Les Grandes Marches, zusammen mit einem Analogsynth. Ein achttaktiges Motiv. Baukastentechno könnte man das nennen, nur der Rhythmus ist etwas unkonventionell abgehackt. Mit den Gesangs-Samples sind die 90er wieder da. Neu sind nur die Sounds.

Mit dem zehnten Track, Berlin, ist das schlimmste überstanden. Hier gibt es Ambient-Klänge a la ORB. Den nächsten Track, Nr.22, eröffnet eine House-Orgel, Gesangs-Samples und ein druckvoller Bass. Ein klirrender Synthesizer-Sound, der aus dem Film Inception bekannt sein dürfte, stammt vermutlich von einem Access Virus. Das klingt reduziert und basslastig. Der Rhythmus mit synkopierter Snare-Drum ist etwas ungewöhnlich. Der Schluss des Tracks ist abrupt abgeschnitten, vermutlich aus vinyltechnischen Gründen. Der Schlusstrack, Out Of Sight, basiert auf einem klassischen House-Rhythmus mit einer druckvoll federnden Bass-Drum und einer getragenen Gesangslinie. Der klirrende Virus ist wieder mit dabei. Die Stimmung ist entspannt. Ein Slap-Bass gibt dem Track eine Crossover-Qualität. Der Downtempo/Chillout-Track bietet Anregung für das Kopfkino. Tatsächlich gibt es dazu ein exzellentes Video mit ungewöhnlichen Papierlandschaften.

Abschließend kann man sagen, dass man Eurodance und Trentemoller-Elektro selten auf einer Platte vereint findet, vielleicht ist das auch gut so. Vielleicht ist man am besten beraten, wenn man die zweifelhaften Tracks auf der B-Seite einfach überspringt. Ansonsten hat dieses Album durchaus seine Highlights.

Moderat
BPC 200
BPitch Control 2009

ngs-Samples und ein druckvoller Bass. Ein klirrender Synthesizer-Sound, der aus dem Film I
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Beginn, Anfang, Einführung

Gezeitenwechsel

Juni 5, 2010

1996 war das Jahr für Boys For Pele. Der Titel bezieht sich auf die hawaiische Vulkan-Göttin Pele. Es wird im Nachhinein den kreativen Höhepunkt der Ausnahmekünstlerin Tori Amos markieren. Das Album quillt über vor Neuartigkeit, Fremdartigkeit und vor allem: Wahnsinn. Schon der erste Titel „Horses“ erzeugt mit dem Leslie-Effekt, der das Piano in eine magische Schwebung versetzt, eine überirdische, traumartige Klanglandschaft. Amos kryptisch-assoziative Textkomposition wird hier von Bösendorfer-Klängen eingerahmt. Der zweite Titel, Blood Roses, lebt vom Spannungsfeld zwischen barockem Cembalo und Amos hauchig- expressiver Stimme. Die als Pianistin geschulte Amos zeigt in ausgefeilten Arrangements, dass Elton John in Sachen Klavierbegleitung nicht das letzte Wort hat. Marianne, erst der sechste Titel auf dem Album, demonstriert nachdrücklich, mit welcher Intensität Piano und Streicher, die eigentlich nur als Begleitung eingesetzt werden, die Singstimme unterstützen und vervollständigen können. Caught a Lite Sneeze ist vielleicht einer der eindringlichsten Titel auf dem Album. Das Cembalo wird von Drums begleitet, der Gesang und die Backings bilden eine Einheit, ein einheitliches Klanggefüge. Das Cembalo wird vom Bösendorfer abgelöst, ohne dass die Spannung nur ein Promille nachlässt. Das hier ist kein Stochern im Nebel, sondern künstlerischer Ausdruck auf den Punkt gebracht. Der Titel Not The Red Baron ist eine Ode an den Mut und die Opferbereitschaft der Männer. Etwas in seiner Intensität und Ausdruck Vergleichbares hat der Verfasser in der zeitgenössischen Musik seitdem nicht mehr gehört. In Ehrfurcht zu erstarren scheint mir die einzig angemessene Reaktion.

Tori Amos
Boys For Pele
1996 Atlantic / WEA

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Marianne

Wiedergehört: Barber Violinkonzert

Mai 26, 2010

Samuel Barber gehört zu den bedeutendsten amerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Sein Konzert für Violine und Orchester (Op. 14) ist weit weniger bekannt als das allgegenwärtige Adagio for Strings (Platoon). Es ist einerseits sehr typisch für die amerikanische Musik des 20. Jahrhunderts, andererseits zum Teil technisch sehr anspruchsvoll (3. Satz). Die Klangqualität der vorliegenden Aufnahme aus dem Jahr 1964 entspricht natürlich nicht den heutigen Standards digitaler Aufnahmetechnik. Besonders deutlich wird dies in der Wiedergabe der Violinklangs, welcher sich insgesamt eher dünn, blass und mittenbetont darstellt. Auch eine Räumlichkeit des Violinklangs ist kaum vorhanden. Die Dynamik der Aufnahme ist jedoch zufriedenstellend.

Der erste Satz präsentiert sich beschwingt und vorwärtsstrebend. Wenn man sich an den etwas dünnen Violinklang gewöhnt hat, wird man mit interessanter Harmonik und verspielter Rhythmik belohnt. Das Allegro fordert den Geiger technisch, jedoch in dem für ein Violinkonzert üblichen Rahmen. Isaac Stern überzeugt technisch und musikalisch.

Der zweite Satz ist traditionell langsamer, Barber setzt auf gesangliche Phrasen. Das Werk ist als Werk des 20. Jahrhunderts leicht erkennbar, doch die Kompositionstechnik orientiert sich an traditionellen Maßstäben. Der zweite Satz bietet ein Spektrum zwischen manchmal recht schmalzigen Geigen und Momenten knisternder Spannung.

Der dritte Satz beginnt in einem wahnsinnigen Tempo (Presto in moto). Die Geige spielt Arpeggien, die Stimmung ist erregt, eilig und zuweilen tänzerisch. Technisch wird dem Interpreten hier einiges abverlangt. In den letzten Takten wird das Tempo nochmals beschleunigt. Das alles klingt auch heute noch frisch, neuartig und spannend. Die beschwingte und unverkrampfte Interpretation tröstet über die mangelhafte Klangqualität hinweg.

Barber Maxwell Davies
Violin Concertos
Isaac Stern, Leonard Bernstein, André Previn
Sony Classical 1995

Endgültige Musik

Februar 20, 2010

Music From Passing Cars ist ein Album des Neuseeländers Bevan Smith, besser bekannt unter dem Pseudonym Aspen. Der Titel erinnert an Brian Enos Music for Airports, welches untrennbar mit dem Begriff Ambient verbunden ist. Smiths Album geht ebenfalls in diese Richtung, allerdings hat sich das Klangarsenal gegenüber Eno deutlich verjüngt. Minimalistische Klangstrukturen harmonieren mit pulsierenden Beats, ein E-Piano Motiv wird variiert und mit unterschiedlichen Instrumentierungen versehen. Der allgemeine Charakter der einzelnen Tracks ist entspannt und beruhigend, dazu aber so individuell, dass man die Tracks schnell wiedererkennt. Manche Tracks sind von gespenstischer Schönheit (Car Hierarchy), was sicher kein Zufall ist, sondern für Smiths Fähigkeiten spricht. Hoher Suchtfaktor. Das ist das Album für die Insel.

Aspen
Music From Passing Cars
Involve (2001)

http://www.lastfm.de/music/Aspen/Music+From+Passing+Cars
Anspieltipp: 13: Car Hierarchy

Transzendent

Januar 17, 2010

Das Esbjörn Svensson Trio (e.s.t) ist bekannt durch Kompositionen an der Schnittstelle zwischen Pop und Jazz. Das Album Leucocyte ist das letzte Album des Trios. Esbjörn Svensson verunglückte am 14. Juni 2008 tödlich beim Tauchen im Stockholmer Schärenhof.

Der erste Track, Decade, stellt eine melodische und verhaltene Einleitung dar, vom Stil her minimalistisch. Darauf folgt der längste Track auf dem Album, Premonition. Der Akustikbass beginnt mit der Einleitung. Der Charakter ist rhytmisch pulsierend, ein Herzschlag, ein Puls. Das Piano mit Delay Effekt spielt dazu gesangliche Phrasen. Der Track ist progressiv vom Aufbau, die Intensität und Lautstärke werden mit der Zeit gesteigert. Zwischen Piano und Akustikbass entwickelt sich ein musikalischer Wettstreit, die Harmonik ist dagegen eher statisch (Orgelpunkt). Mit der Zeit gewinnt das Schlagzeug an Intensität, die Snare-Drum imitiert Schüsse aus einem Schnellfeuergewehr. Dieses Motiv wird über längere Zeit fortgeführt (nervt).

Der nächste Track liefert ein ruhiges und traumhaftes Thema. Kalte digitale Effekte begleiten das gehaltene Piano. Verfremdete, verzerrte Effekt-Klänge brechen in den Wohlklang des Trios aus Piano, Bass und Schlagzeug ein.

Beim nächsten Track bilden pfeifende und klirrende Effekte den Auftakt, dann blendet sich „klassischer Swing“ ein. Gesangliche Linien werden hörbar mitgesungen. Das Piano bricht aus mit Phrasen in unglaublichem Tempo. Der Ausklang ist dann eher geheimnisvoll.

Still beginnt mit Effekten, die sich wie Tierstimmen anhören. Das Piano ist mit deutlichem Effekt versehen. Der Charakter ist ruhig, zurückhaltend und traumhaft. Das Piano spielt offene Akkorde im Diskant, kalt, metallisch aber mit dichter Harmonik. Die Effekte und Hall schaffen einen irrealen, traumhaften Klang. Die Stimmung wird mit der Zeit ruhiger, gelöster, selig. Für mich einer der Höhepunkte auf dem Album.

Im nächsten Track spielt das Piano einen sehr einfach gesetzten Zwischensatz.

Leucocyte, der Titeltrack des Albums, besteht aus vier Teilen. Im ersten Teil, Ab Initio, beginnen Bass und Schlagzeug, begleitet von intensiven und dissonanten Effekten. Man hat den Eindruck von einem brodelnden Kessel. Der folgende Teil, Ad Interim, besteht aus einer Minute Stille und trennt den ersten Teil von den folgenden Teilen.

Der nächste Teil beginnt mit dem Bass in hohen Lagen, dazu das Piano mit schepperndem, digitalen Effekt, das langsame Triller spielt. Dazu erklingt eine verfremdete, instrumentale Stimme. Das alles klingt sehr künstlich. Es gibt rhythmische und tonale Klanganteile. Die tonale Basis löst sich immer weiter auf. Es entsteht ein sehr experimenteller Eindruck. Zerfall, Divergenz, ein alptraumhafter Trip.

Tonale Aspekte setzen sich langsam durch, zwar noch gegeneinander verstimmt, dann aber stellt sich ein atmosphärischer Klang ein, strukturiert durch kurze Piano-Motive, ein dichtes, atmosphärisches Klanggefüge. Struktur tritt langsam an die Stelle der Unordnung, Ordnung durchbricht das Chaos. Diese Wandlung stellt meiner Meinung nach den kompositorischen Höhepunkt des Albums dar, ein fremdartiger Schönklang, der den Titel Ad Mortem trägt. Hier entsteht etwas Neues, der Begriff Transzendenz drängt sich auf.

Die Dualität aus Dissonanz und Wohlklang, welche ein zentrales Konzept von Leucocyte zu sein scheint, spielt auch im Credo des estnischen Komponisten Arvo Pärt eine große Rolle. Pärt stellt die traditionelle (tonale) Kompositionstechnik der atonalen Zwölftonmusik gegenüber. Symbolisch stehen diese Gegensätze für Chaos und Ordnung, Religiosität und Atheismus.

Ad Infinitum bildet den effektvollen Ausklang des vorangegangenen Themas. Die traumhafte Klangkulisse wird hier noch für einen Augenblick angehalten, der Eindruck ist jedoch ein statischer, welcher das Unendliche treffend beschreibt.

e.s.t. Esbjörn Svensson Trio
Leucocyte
ACT 9018-2
2008

Nach der Flut

Oktober 23, 2009

Folk-Rock Legende Ani Difranco hat ein neues Studioalbum vorgelegt. Als Fan ist man inzwischen gewohnt, dass die Cover-Gestaltung in künstlerischer Hinsicht keine Wünsche offen lässt. Erst 2004 erhielt die in Buffalo, New York beheimatete Sängerin sogar einen Grammy Award in der Kategorie Best Recording Package. Das aktuelle Album bildet hier keine Ausnahme.

Katrina ist das Thema des titelgebenden Songs Red Letter Year. Ein Red Letter Year, ein denkwürdiges Jahr ist es gewesen, ein besonderes Jahr, nach dem nichts mehr so ist wie zuvor. Der Hurrikan hat die Stadt New Orleans mitten ins Herz getroffen. Lebensgrundlagen wurden ausgelöscht in den zerstörerischen Fluten. Nur konsequent war es daher, das Album in der Stadt aufzunehmen, die so viel Leid erfahren hat.

Nach dem Unglück erschien der damalige Präsident George W. Bush vor Ort, zeigte sich erstmals den Opfern nach langer Zeit der Untätigkeit, hilflos, aber stets gut gelaunt.

and representing the white race
a man with a monkey for a face
is flying over in a helicopter
whistling dixie and playing dumb

Ani Difranco singt, was viele vielleicht nur denken.

Da wundert auch nicht, dass sie sich später stark gemacht hat für seinen Nachfolger Barack Obama. Für ein freieres, solidarischeres Amerika. Doch zunächst gilt es, mit dem Finger auf das Unrecht zu zeigen. Wütend und trotzig beklagt sie das sogenannte Corporate America, welches von Gier, Verantwortungslosigkeit und dem alleinigen Streben nach dem Eigeninteresse geprägt ist (Alla This).

i am many things
made of everything
but i will not be your bank roll
i won’t idle in your drive-thru
i won’t watch your electric sideshow
i got way better places to go

Mit Nachdruck demontiert sie religiöse und patriotische Wertvorstellungen und ersetzt sie durch ihre eigene feministische Philosophie.

i won’t rent you my time
i won’t sell you my brain
i won’t pray to a male god
cuz that would be insane
and i can’t support the troops
cuz every last one of them is being duped
and i will not rest a wink
until the women have regrouped

Entspannter gibt sich Difranco, als sie über ihre kleine Tochter Petah Lucia singt. Da spürt man die Angst vor dem Älterwerden, vor verpassten Gelegenheiten vielleicht. Die Liebe tröstet sie über die ein oder andere Gesichtsfalte hinweg (Present/Infant). Die Tochter sorgt auch in weiteren Songs für eine heitere Stimmung (Smiling Underneath). Landing Gear beschreibt die Geburt der Tochter mit einer ungewöhnlichen Metapher.

Auch ökologische Themen liegen Difranco am Herzen. In dem Song The Atom setzt sie sich kritisch mit der Atomkraft und den Bestandteilen der Materie auseinander. Die Lyrics sind sehr poetisch und durchweg gelungen. Ihre Schlussfolgerung überrascht durch ihre Konsequenz:

yes, messing with the atom
is the highest form of blasphemy
whether you are making weapons
or simple electricity

Musikalisch hat sie sich weiterentwickelt. Ihr Gitarrenspiel wirkt entspannter und auch reifer. Man darf gespannt sein auf das nächste Album. Lange wird man wohl nicht darauf warten müssen.

http://www.righteousbabe.com/

Bruchstellen

März 4, 2009

Thomas Jenkinson gehört zu den Pionieren der elektronischen Musikszene. Sein Künstlername Squarepusher ist in der Szene inzwischen genauso bekannt wie Aphex Twin. Sein Einfluss auf die alternative elektronische Musik ist nicht weniger bedeutend.

Das Album Go Plastic von 2001 ist beim ersten Durchhören erst einmal wenig zugänglich. Dass Jenkinson den Breakbeat miterfunden hat wird hier spürbar. Die Tracks klingen zunächst sehr abgehackt und unentschlossen. Mit The Exploding Psychology wird eine enorme Freude am Experimentieren spürbar. I Wish You Could Talk ist trotz des hektischen Tempos ein entspannter und melodiöser Track, eine Verschnaufpause in einem Meer von aufblitzenden Ideen und Klangskizzen. Die Suche nach dem Signal im Rauschen wird zum Abenteuer.

Klanglich dominieren kalte und synthetische Klänge die durch komplexe rhythmische Muster struktriert werden. Die z. T. rasend schnellen Rhythmen variieren oft genauso stark wie die enorme Menge an unterschiedlichen Klängen. Die klangliche Nähe zu Richard D. James wird bei manchen kindlichen Melodielinien deutlich. Ein Zitat? Oder nur unbewusst? In jedem Fall zeitlos. Empfehlenswert.

Squarepusher
Go Plastic
2001 warp records

Bon Voyage

November 18, 2008

Recently I bought a CD from an online store in the U.S. This is what they wrote in the order confirmation e-mail:

Your CD has been gently taken from our CD Baby shelves with
sterilized contamination-free gloves and placed onto a satin pillow.

A team of 50 employees inspected your CD and polished it to make sure it was in the best possible condition before mailing.

Our packing specialist from Japan lit a candle and a hush fell over
the crowd as he put your CD into the finest gold-lined box that money can buy.

We all had a wonderful celebration afterwards and the whole party
marched down the street to the post office where the entire town of
Portland waved „Bon Voyage!“ to your package, on its way to you, in our private CD Baby jet on this day, Monday, November 17th.

I hope you had a wonderful time shopping at CD Baby.  We sure did. Your picture is on our wall as „Customer of the Year.“  We’re all exhausted but can’t wait for you to come back to CDBABY.COM!!

Thank you, thank you, thank you!

Sigh…

I can’t wait for the CD to arrive. Until then I will listen to the tracks online.

Meine Plattensammlung

August 30, 2008

Hier ist ein Überblick über meine aktuelle Plattensammlung – noch recht überschaubar.

(v.l.n.r.)
afx – analord 05
afx – analord 06
Squarepusher – Feed me weird things
Heiko Laux – Waves
Flying Lotus – Reset
Big Bear – MON024
Brothomstates – Claro
Prefuse 73 – The Class of 73 Bells
Ludovic Navarre aka St Germain – From Detroit to St. Germain
Trentemoller – The Last Resort

Plaid – Spokes
The Future Sound Of London – From The Archives
The Future Sound Of London – My Kingdom

Musical Legend releases her new DVD

Juli 9, 2008

Buffalo, N.Y. based singer/songriter Ani Difranco released her new Live DVD recently. It’s called Ani Difranco – Live At Babeville. Although she might not be known that well outside of the States, especially in Europe, she can look back at a musical career that has lasted for nearly two decades now. She has always been a (left-wing) political activist and her songs cover both political and personal themes. Always acting beyond the mainstream she even built up her own music label called Righteous Babe Recods which is very successful, to say the least.

In her hometown, Buffalo, N.Y. she saved an old church building from demolition. She actively participated in all esthetical decisions and developed the concept of a local cultural center called Babeville. As she also got her little child in that period this must have been a whole lot of work. Babeville is also the headquarters of Righteous Babe Records. The opening concert is now available as a Live DVD which was recorded from six different camera perspectives.

The opening concerts were on Sept 11 and 12 in 2007. The images as well as the sound on the DVD are of superb quality. I have been at several of her concerts and it has been a special event every single time. Although a live DVD can never really replace the real show this one does come close. She plays many of her old songs as well as some new ones.

Ani Difranco
Live At Babeville
Righteous Babe Records

http://www.righteousbaberecords.com